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Ruderer gegen Schubschiff

bortomotel, 03. Jul. 2005, 12:11h (Sicherheit)


Die DLRG Berlin veröffentlicht auf Ihrer Homepage ihr Einsatztagebuch . Dort findet man unter dem Datum 5.6.05 folgenden Bericht:

Berlin, 05.06.2005 Ruderer von Schubschiff überfahren (# 503)
Am Sonntag gegen 11:20 Uhr wurde ein Ruderer auf dem Hohenzollernkanal Höhe Mäckeritzbrücke von einem Schubschiff erfasst und unter Wasser gedrückt. Das Ruderboot und der Ruderer kamen diagonal am Lastschiff wieder an die Oberfläche. Der Ruderer wurde gerettet und von der DLRG versorgt. Er kam mit einem Schock durch einen RTW der Feuerwehr dem Krankenhaus zugeführt. Das Boot wurde geborgen und anschließend von der Wasserschutzpolizei sichergestellt.



 
 
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Kommentare
 
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Re: Re: Re: Re: Re: Das kann kein Sportruderer gew

Anonymer Verfasser (31. Mai. 2006, 22:09h)


ich als der betroffene, um den es hier geht, nehme diese sache wohl kaum auf die leichte schulter.
mit sicherheit kann ich behaupten, dass ich über den haufen gefahren wurde, es gab keinen platz mehr für mich auszuweichen, außer auszusteigen und mit dem boot unter dem arm über land zu verschwinden.

ihr kennt alle nur duie halbwahrheiten, also spart euch dumme kommentare.

karsten vorwerk; berlin

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Re: Re: Re: Das kann kein Sportruderer gewesen

Anonymer Verfasser (31. Mai. 2006, 22:03h)


macht nur eure witze

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Re: Das kann kein Sportruderer gewesen sein!

Anonymer Verfasser (31. Mai. 2006, 22:01h)


das war ich, der "freizeitkapitän" mit 30 jahren ruder-erfahrung. alleine minmum 1000 km pro jahr auf diesem kanal, genua in dem einer der jetzt ein haufen schrott ist.
nehmt euch mit dem kommnetaren zurück, wenn ihr die zusammenhänge nicht kennt.
am 14.07.2006 ist endlich der gerichtstermin gegen den führer des schubverbandes.
das was mir passiert ist, wünsche ich keinem, aber es kann jeden treffen, außer er bleibt an land!!

karsten vorwerk; berlin

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Re: Re: Das kann kein Sportruderer gewesen sein!

Anonymer Verfasser (01. Jun. 2006, 14:22h)


Hallo Karsten, es wäre schön, wenn Du näheres zu dem Unfall schreiben könntest (evtl. erst nach Ergehen eines rechtskräftigen Urteils).

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Re: Re: Sportruderer

bortomotel (01. Jun. 2006, 18:38h)


Schließe mich diesem Wunsch an.

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Re: Re: Re: Sportruderer

Anonymer Verfasser (24. Jun. 2007, 18:41h)


hallo mal wieder,
wenn es noch jemanden interessieren sollte, was den den o.g. unfall angeht.
am 10.07.2007 ist wieder ein gerichtstermin angesetzt.
mal sehen was diesmal dabei herauskommt.
leider wird das urteil, wenns eins geben sollte, aber keine einflüsse mehr auf irgendetwas bewirken, das sich der verein und ich voneinander getrennt haben, was aber auch mit dem damaligen unfall zusammenhängt.

karsten vorwerk berlin

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Re: War doch Sportruderer!

bortomotel (31. Mai. 2006, 23:32h)


Karsten, danke, daß Du persönlich in die Diskussion eingreifst.
Es gibt in diesem Thread hier Beiträge, denen man anmerkt, daß die Verfasser das Problem der Unfallgefahren, denen man auf dem Wasser ausgesetzt ist, weniger ernst nehmen. Oder schlimmer, sie sehen ein Unfallopfer noch dazu als Nichtskönner an. Solche Leute gibt es halt. In der Mehrzahl sind die Beiträge aber sehr ernst zu nehmen und es freut mich, daß es offensichtlich mehr werden, die sich mit dem Thema Rudern und Sicherheit auseinandersetzen. Und darauf kam es mir an, als ich die Betreiber dieses Forums WeRow zunächst herbe kritisiert habe, weil das Thema Sicherheit im Forum nicht vorkam. Sie haben in dankenswerter Weise sehr schnell positiv reagiert und das Thema eingerichtet.
Ziel soll sein, sich darüber auszutauschen, was alles getan werden kann/muß, damit man sicher einsteigen und ebenso sicher wieder aussteigen kann.
Ich wünsche mir auch, daß mir bei meiner Einerfahrerei sowas nicht passiert und ich wünsche es auch keinem anderen. Es ist aber wichtig, daß wir angesichts der sehr zögerlichen Vereine und vor allem der sehr zögerlichen Verbände irgendwo geschehene Unfälle diskutieren. Deswegen habe ich die Unfallmeldung hier an den Anfang des Threads gestellt.
Ich wäre über einen Kontakt unter Bortomotel ät aol punkt com dankbar

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Re: Re: Re: War doch Sportruderer!

Anonymer Verfasser (03. Jun. 2006, 18:27h)


frohe pfingsten.

nun gut, ich werde hier nun den verlauf des unfalls schildern und mich erstmal vorstellen

karsten vorwerk
bj. 64
berlin
ruderer seit 1976
10 jahre leistungsport ohne nennenswerte erfolge ;-)
seit 12 jahren wieder rennaktiv im bereich langstrecke
24 jahre erfahrung im wanderrudern
bei insidern bekannt als "kalter hund" in gefahrensituationen
versehen mit dem titel: " wenn ich mit dir unterwegs bin, dann komme ich immer gesund nach hause" (zitat wolfgang g.)
der kanal:
heimatrevier seit 25 jahren, bedingt durch die lage des vereins u. des landesleistungszentrum.
kilometerleistung:
durchschnittlich mehr als 2000 km, in den letzten jahren davon mehr als 1000 km/jahr in dem besagten empacher renn-einer ( immer ohne begleitung ).
wenn ich wollte, könnte ich den kanal blind befahren.

die nachfolgende schilderung ist natürlich subjektiv, wurde jedoch durch zeugen bestätigt.

das genannte verfahren bezieht sich auf die unterlassenen hilfeleistung (vorerst) des schiffsführers des schubverbandes. dazu später mehr.

der tag war regnerisch und kalt. bis auf wenige trainingsruderer war nicht viel los. die sicht perfekt.
ich befand mich bereits auf dem rückweg zum verien.
wie immer rechtshaltend unter land. wer den besagten kanal kennt, bis auf eine kurve ist er wie ein strich gezogen.
wie immer hielt ich den abstand zum ufer so knapp, dass ich ärger mit den anglern bekam, das wohl lästigste volk für einen kanalruderer.
mit dieser fahrweise ist mir 25 jahre lang nichts passiert. unvorsichtig? ich? nein! dafür hänge ich zu sehr an meinem leben.
regelmäßige, wenn auch nicht bei jedem 3. schlag ausgeführte blicke in fahrtrichtung sind selbstverständlich, wie ein ausgeprägtes hören auf bestimmte geräusche.

nun gut, ich fuhr also unter land auf einem kanal, wo eigentlich dann noch platz für einen ruderer ist wenn sich 2 schubverbände begegnen, obwohl es dann wirklich eng wird.

den entgegenkommenden schubverband habe ich lange vorher gesehen und registriert. es war kein weiterer schiffverkehr auszumachen.
mit dem wissen, der kanal ist breit genug für uns alle, setzte ich die fahrt fort.
beim nächsten blick, dachte ich mir, warum fährt der so weit auf meiner seite, aber der platz reicht noch dicke und ich gimg nicht davon aus, dass heute die jagd auf ruderer angesagt war.

zum nächsten blick kam es nicht mehr.
ein kurzes peng und ich fuhr ungewollt rückwärts.
mein bug befand sich unter dem backbordbug des schubverbandes, welche bis oberkannte beladen war.
er schob mich einige zeit ( wiel lange keine ahnung) vor sich her.
hilferufe waren vergebens. mein glück, ich blieb gelassen und machte mir gedanken, was ich jetzt tun könnte. um auf den schubverbannd aufzusteigen fehlte ein halber meter.
die überlegung war, steigst du jetzt zum schuber aus oder richtung land?
ich entschied mich für die landseite.
nur mal als anmerkung. so ein "fahrender" bug eines schubschiffes, sieht aus der nähe betrachtet sehr beindruckend aus.

meine hoffnung:
wenn ich zur landseite aussteige, drückt mich die welle ans ufer.
falsch gedacht, der sog ist größer, was zur folge hatte, dss ich inkl. boot unter dem schubverband diagonal durchtauchte.
auch hier, es mag jetzt großkotzig klingen, kam mir meine kaltschnäuzigkeit zu hilfe.
ein klarer kopf ist bedingung für solch einen vorfall.
sicherlich, meine schutzengel haben gewaltige überstunden gemacht und mit großer wahrscheinlichkeit waren es sehr viele, wenn nicht sogar alle.
fakt ist, ich habe mich entschlossen nicht gegen den sog anzukämpfen. der rumpf des ersten behälters gab mir die orientierung.
nur am rande bemerkt, da unten ist es ziemlich dunkel und sehr leise. mittschiffs gibt es keine strömung mehr.
auch hier half mir mein kühler kopf. nicht wieder
Rest des Kommentars lesen...

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Re: War doch Sportruderer!

Anonymer Verfasser (03. Jun. 2006, 20:55h)


Hallo Karsten.

Danke für deinen ausführlichen Bericht. Ich finde, er sollte nicht nur hier erscheinen. Gerade die neu gegründete Rubrik 'Sicherheit' im Rudersport könnte einen Bericht wie deinen verarbeiten.

Ich Teile alle deine aufgeführten Punkte, nur einen nicht. Die Sache mit dem TCAS (Traffic Control and Aler System, in der Fliegerei inzwischen Pflicht). In deinem Fall wäre es offenbar nutzlos gewesen, aber ich möchte kurz schildern, warum ich so etwas nicht für lächerlich halte oder als gar beleidigend empfinde.

Fall 1: Ich rudere im Einer auf unserem Kanal, eindeutig im rechten Fahrwasser. Mir entgegen kommt ein ungesteuerter Renn 4x, ebenfalls auf meiner Seite (also links in Fahrtrichtung). Mein TCAS, ein Spiegel, hat mir rechtzeitig eine mögliche Kollision angezeigt und ich habe das andere Boot grün an grün passiert - keine Kollision. Ich weiss nicht, ob ich mich ohne Spiegel im richtigen Intervall umgedreht hätte.

Fall 2: Ein Einer der rechten Seite, Innenkurve, selber Kanal. Ein zweier setzt zum überholen an, geht dafür also auf die linke Spur. Im entgegen kommt ein ungesteuerter Vierer, aus unerfindlichen Gründen stimmt das Umdrehintervall nicht und der Zweier & Vierer treffen sich Bug gegen Bug. Dem Vierer reisst beim Einschlag im Ausleger des Bugmanns des Zweiers der Bugball ab bevor der nun scharfkantige Bug in den Rücken des Schlagmanns des Zweiers einschlägt.
Ich war zu dem Zeitpunkt rund 200 m entfernt, und habe nach dem Schrei des Schlagmanns mein Tempo erhöht, um die Unfallstelle zu erreichen, da ich immer ein Telefon im Boot mitführe.
Vor Ort stellte sich heraus, dass der Schlagmann irgendwelche Verletztungen erlitten hatte, und ich entschied per Notruf Hilfe zu holen, zusätzlich das Trainerboot aus dem 4 km entfernten Verein.

Auch hier hätte eine Kollisionserkennung, welcher Art auch immer, dazu beitragen können, den Unfall zu verhindern. Deshalb mein sehr kurz angebundener Kommentar, dass manchen so ein TCAS helfen würde. Dieser Kommentar war allgemein gemeint.

Nun von Fall 2 zu einem weiteren Aspekt, der mir beim lesen deines Berichtes auffiel. Die unglaubliche Ignoranz seitens der WaPo. In vielen Zeitungsartikeln der letzten Monate waren auffällig viele Rettungskräfte involviert, nachdem Ruderboote kenterten, vollschlugen oder kollidierten. Auch im Fall 2 dauertes 45(!!) minuten, bis anstelle des von mir angeforderten Rettungswagens ein WaPo Streifenwagen am verkehrten Ufer (ich hatte mehrmals beschrieben, auf welchem Ufer wir in der Lage waren, das Opfer an Land zu bringen) auftauchte, glücklicherweise gleichzeitig mit dem Trainerboot, welches dann das Opfer übergesetzt und der Polizei übergeben hat, mit denen es dann ins Krankenhaus gefahren wurde.

Mein Schluss zu dem Zeitpunkt war, dass ich bei künftigen Notrufen weniger detaillierte Angaben machen werde und mehr darauf bestehe, das angeforderte Fahrzeug zu bekommen. Nicht viel hätte gefehlt, und das Opfer hätte Rückenverletztungen davontragen können. In diesem Fall hätte die Rettung vermutlich nur mit Hilfe eines Marinehubschraubers erfolgen können (Kiel wäre 15 Flugminuten entfernt).

Vielleicht kannst du nochmal Revue passieren lassen, ob es irgendwelche Hinweise darauf gibt, warum auch in deinem Fall nur sehr lax mit der Situation umgegangen wurde.

Wünsche dir allzeit gute Fahrt!

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Re: Re: War doch Sportruderer!

Anonymer Verfasser (05. Jun. 2006, 20:20h)


das tcas system will ich nicht schlecht reden. es verbirgt eine mege vorteile, ist aber imgegenzug mit einigen kosten verbunden.

aber wie du schon richtig bemerkt hast, in meinem fall hätte es nichts genutzt.

es müssen einfach gesetze zum schutz von ruderern und natürlich auch kanuten ausgearbeitet werden und in kraftgesetzt werden.

wir brauchen einen gesetzlichen schutz auf den wasserstraßen.

karsten vorwerk

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Re: Re: Re: War doch Sportruderer!

Anonymer Verfasser (06. Jun. 2006, 00:12h)


Ich hab kürzlich im Sicherheitsleitfaden für Wassersportler geblättert, vom Wasserschiffartsamt und der zugehörigen Bundesstelle. Er geht aber nur sehr am Rand auf Ruderboote ein.

Die Idee, den normalen Freizeitkapitän mal in nen Einer zu setzen und dann mit dem Motorboot dran vorbeizufahren haben wir allzuoft... Es ist schon erstaunlich, wie wenig offenbar von der Bootsfahrschule übrig bleibt, die (wir haben hier eine) rücksichtsvolles Bootsführen lehrt - zumindest die Fahrschulboote sind selten schneller als das Geschwindigkeitslimit, welches nur allzugern wieder verdrängt wird.
Ich hab auch nicht den Eindruck, dass der Verkehr auf den Wasserstrassen abnimmt, insofern kann ich deine Forderungen nur unterstützen. Wäre übrigens ne Sache, der sich der DRV mal widmen könnte.

Ich hoffe es ist in deinem Sinne, wenn ich deinen Bericht mal ein paar Einer-Anfängern vorlese und zur Diskussion gebe. Wir haben bei uns auch Binnenschiffahrt, das Thema ist für uns also auch immer akut.

(Re Einer: Ich hab son CDRS, ging vom Preis)

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Re: Re: War doch Sportruderer!

Anonymer Verfasser (05. Jun. 2006, 20:17h)


hinweise für das laxe verhalten???

hinweise gibt es dafür nicht!
es macht mir eher den eindruck, also ob die wpo uns ruderer nicht für voll nimmt. wir sind für dieberufsschiffart überflüssige und störende objekt auf dem wasser.

grundsätzlich sollte sich eine initiative gründen, am bseten mit einer sehr groß agelegten unterschriftensammlung, die dazu führt, dass die wassertstassenschiffahrtsverordnung geändert wird.

hier sollte deutlichst aufgeführt werden, dass auch wir als ruderer rechte un pflichten haben.

wenn man bedenkt, wie viel ruderer in deutschland auf dem wasser unterwegs sind und der berufschiffahrt rechtlich hoffnungslos ausgeliefert sind, dann ist das nicht nur erschreckend, sonder beadrf es doch auch von höherer stelle der überlegung zur änderung und einführung entsprechender regelungen.

es sollte auch zur pflicht werden, egal ob nun beim erwerb eines motorbootführerescheins, segelscheins oder sogar eines höheren patentes, dass jeder mal in einem einer sitz und am eigenem körper erlebt, welche auswirkungen ein wellenschlag auf unsere zarten boote hat.

aber wen intressiert das schon, wir sind doch nur ruderer.

karsten vorwerk

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Re: Re: Re: Re: War doch Sportruderer!

Anonymer Verfasser (03. Jun. 2006, 18:35h)


noch ein kleiner zusatz,
wie man auf dem bild dieses threads erkennt, ist das boot noch gut in schuss nach dem unfall. auf dem foto auf unserer vereinswebsite siht man, dass die spitze abgeknickt ist.

die wasserschutzolizei hat den renn-einer vom schuber übernommen und beschagnahmt.

wir konnten dann den haufen schrott nach wochen bei der wapo abholen.

man könnte fast denken, der einer wurde etwas "kleiner gemacht", damit er auf das boot der wapo passt.

so viel nur zu der tatsache, wie sich die wapo mit uns rudern beschäftigt und von uns oder unserem bootsmatrial an wissen hat.
eigentlich schade, denn sie sollten doch auch für uns da sein.

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Re: Re: Re: Re: Re: War doch Sportruderer!

Anonymer Verfasser (03. Jun. 2006, 20:59h)


In der Tat sieht das Boot auf dem Bild hier noch so aus, als könnte es ohne grossen Aufwand repariert werden (wenn man überhaupt einen Schaden erkennen kann).

Wenn du nach einem Holzboot suchst, kann ich dir guten Gewissens die Werft Carl Douglas aus England empfehlen. Mag wie billige Werbung klingen, aber der Mann hat mehr für unsere Ruderersicherheit gemacht als jeder andere und ein besseres Boot wird man kaum für sein Geld bekommen.

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Re: Re: Re: Re: Re: Re: War doch Sportruderer!

Anonymer Verfasser (05. Jun. 2006, 20:06h)


danke für die info, von douglas haben wir auch einen einer.
die sind zum rudern ja fast zu schade. leider ist unserer nicht in meiner gewichtsklasse.
holz ist aber nicht ganz richtig, wenn man ein blick in das boot wirft.
klar wäre so ein boot schön, doch als neukauf ist es nicht drin, denn so ein boot hat, wenn auch zurecht, einen stolzen preis.

karsten vorwerk

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Anonymer Verfasser (24. Mai. 2006, 20:40h)


Im übrigem war dieser Sportler garantiert erfahren da es im Skiff sonst nicht gestattet wird auf dem Rhein zu rudern. Im übrigem ist ein Spiegel zu kompliziert wenn man zB die Seiten verwechelst, ein Skiff hat Luftkammern und ist immernoch das sicherste Boots auf dem Rhein. Wenn man sich regelmäßig umguckt kann nichts passieren. Auch bei mannschaftsbooten solte sich die "1" regelmäßig umsehn!!

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Re: Re: Re: Re: -

Sebastian (07. Jun. 2006, 16:38h)


ups...
das geht jetzt doch ein wenig weit: "ein Skiff hat Luftkammern und ist immernoch das sicherste Boots auf dem Rhein".
ich will jetzt nicht schreiben, dass ein skiff unsicher ist... es ist mit sicherheit jedoch nicht das sicherste boot auf dem rhein... luftkammern hin oder her.
a) es braucht schon etwas mehr erfahrung ein skiff sicher zu rudern (... und somit kann es a priori nicht eines der sichersten boote sein)
b) der rhein ist - je nachdem von welchem stück rhein die rede ist - sehr stark befahren. die durch schiffe verursachten wellen können ein boot - insbesondere ein skiff - schnell zu kentern bringen. lagestabilität ist also ein sicherheitsfaktor für ruderboote auf dem rhein.
c) die leichte konstruktion eines skiffes ist in der regel nicht für die anforderungen des rheins ausgelegt. hier braucht es mehr als eine dünne persenning oder einen zierlichen wellenbrecher.

ich würde grundsätzlichen kein skiff auf dem rhein rudern und kann mir bei weitem auch nicht vorstellen, dass das spass macht.

wenn schon 1x auf dem rhein, dann ein trimmy oder einen gedeckten c-gig-einer.

auf anderen gewässern - wie z.B. auf einem kanal in berlin - sieht die situation mit sicherheit ganz anders aus.

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-

Anonymer Verfasser (02. Jul. 2006, 17:22h)


Hallo!

Ich ruder in Kleve, wir haben einen Kanal, einen kleineren Fluss und den Rhein!!
Zum Kanal: mdrehen ist hier standart, obwohl er nciht stark befahren ist fahren dort viele passagierschiffe! Umdrehen ist egal welche Erfahrung der Steuermann hat wichtig, für jeden erfahrenen Ruderer im Boot:
Wir hatten vor kurzem eine Wafa auf der Lahn, ich auf Schlag und hatten eine Kollision mit einem Passagierschiff, wurden vor iohm hergeschioben und dann wurden wir verschluckt! Hätte ich mich nicht umgedreht und befehl zum Aussteigen gegebn...wer weis was passiert wäre!

Der Fluss ist nur von Sportbooten befahren. Auch hier gilt, uind besonders im Skiff: Umdrehen!!
Die oft Hobbypiloten machen gerne mal ein "1 6km/h" überholmanöver= wellen. Diese sind kein Problem aber hin und wieder wirds eng bwenn 65 boote gleichzeitig passieren wollen....... !
auch oft kmmen die Kanutn oder Segler auf die iodee uns zu rammen, dann hilft nur ihnen zu versuchen zu erlären das en Siff zerbrechlich ist...wenn nicht ist die letzte chance vor einem gebrochenem Skiff ein skull am kopf oder??

Rhein...
Der Rhein ist halt ein, besonders bei uns, breiter,gefährlicher und stark befahrener Fluss!ier gilt höcjhste Vorsicht und seit dem Unfall mit todesfolge(s.o.) gibt es hier eine Rettungswstenpflicht für Jugendliche die keine scfiftliche Erlaubniss der Eltern haben! man muss einfach gucken wie man sich schütztz, es gi bt Westen die man sich wünscht wen man durch einen Strudel 5m abwärts geziogen wird oder?
Im übrigem ist Skiff fahren auf dem RHEIN für viele natürlich, obwogk sie kentern. Als ioch hörte dasd in zB Köln OFT eute im Skiff auf dem Rhein kentern, dann einfach an Land schwimmen wurd mir übel, das iist gefährlich!!
Wir rudern kaum im rennboot auf dem Rhein, besonders wegen unserem Bootsobmann... ;
Luftkammern im Gigoot sind keine guzte lösung, wo soll man im gigbot ne luftkammer verstauen, dann kann man direkt ein rennboot nehmen!

Vielen Dank ich hoffe ich bekomme "Kommentare" zum weiterredn , so ein Austausch ist sehr interessant!!

Markus (13)

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Re: -

Anonymer Verfasser (03. Jul. 2006, 14:46h)


Moin Markus:

Wegen der Luftkammern:

Sicherlich kann man ein Rennboot nehmen (mein Reden, mich nerven diese Gigboote auch ;-) ), aber es sieht doch so aus: Höhere Wellen + Rennboote -> Wasser im Boot. Das is ätzend.

Höhere Wellen und Gigboot -> passt

noch höhere Wellen + Gigboot -> Auch Wasser im Boot. Also auch hier Lufkäasten, dann lässt sich diese Situation auch meistern.

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Re: Re: -

Anonymer Verfasser (04. Jul. 2006, 10:48h)


klar du hast Recht aber es gibt auch Fälle, bei denen GIG BOOTE bei Wellen kentern, ein Rennboot kenter da erst Recht. Sonst aber richtig man müsste einfach mehr Platz schaffen.
Könnte man eigentlich nicht einfach Helium in die Luftkästen füllen, air rowing das wäre ma geil^^

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-

Anonymer Verfasser (24. Mai. 2006, 20:38h)


Hallo, in unserem Verein, dem Clever Ruerclub ist auch schon zu einem Todesfall gekommen. Ich bin 13 und für die Jugend gibt es jetzt Rettungswestenpflicht es sei denn es liegt eine schriftiche Erlaubniss der Eltern vor. Es können immer wieder Zwischenfälle wie heute auf dem Kölner Rhein passieren und man sollte gerüset sein, Bugabdeckungen reichen da nicht immer!!

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übertrieben

Anonymer Verfasser (21. Feb. 2006, 12:17h)


Eine Schwimmwestenpflicht wäre für mich ein Grund sofort mit dem Rudersport aufzuhören! Ich kann mir vorstellen, dass das ein großer Teil der Regattaruderer ähnlich sieht.
Die Feinmotorische Präzision der Bewegungen ist doch ein wesentliches Element unseres Sportes. Mit Schwimmweste und Rückspiegel reduziert man den phaszinierenden Sport auf eine Fortbewegungsform.

Es ist Sache der Eigenverantwortung, bei ungeübter Mannschaft, entsprechend gefährlichen Gewässer/Wetter Situativ diese Hilfsmittel einzusetzen, oder aber gar nicht aufs Wasser zu gehen!!!
Selbstverständlich ist, dass bei extremen Temperaturen/Wellengang/Sturm/Eis ect. ggf. auf eine Ausfahrt verzichtet wird...

Mal ehrlich: Hier wird der Eindruck vermittelt, dass man beim Rudern bei jeder 2. Fahrt kentert. Das entspricht doch nicht der Realität!! 99,9% der Fahren verlaufen unfallfrei, auch auf den sog. gefährlichen Wasserwegen.
Generelle Vorschriften halte ich hier für unangemessen...das wäre wie "mit Kanonen auf Spatzen schießen"!
Jeder beklagt sich über zuviel Bürokratie im Land, wenn aber irgendwo ein Reissack umfällt, schreien aber alle nach strengeren Vorschriften...
Wenn sich im ungesteuerten Boot jemand in den Bug setzt, der sich nicht umgucken kann (steifer Hals) nennt man das "grob Fahrlässig". Ich frage mich, wie so jemand eine Mannschaft findet die das zuläßt??

Es ist noch niemand auf die Idee gekommen, z.B. einem Triathlethen bei seiner Schwimmstrecke Schwimmflügel vorzuschreiben.

-Sinnvoll finde ich, dass neue(!) Boote bestimmte Kriterien erfüllen müssen.
-Sinnvoll finde ich, dass im Verein individuelle Regelungen gefunden werden.
-Sinnvoll finde ich, dass auf Regatten vom Veranstalter individuelle Anforderungen an das Boot gestellt werden - ohne Schuhsicherung darf man auch keine Regatta fahren. Die Kriterien müssen aber auch erfüllbar sein, ohne dass alle neue Boote kaufen müssen...da der Veranstalter aber auch Teilnehmer haben möchte, gibt es eine Selbstregulation
- Sinnvoll finde ich, wenn in den Vereinen älteren/ungelenkigeren/ungeübten Ruderern die Hilfsmittel angeboten werden - im Sinne von Information und Aufklärung. Je nach Ruderrevier und Ruderer kann der Rückspiegel im Ausnahmefall sinnvoll sein.

Habe fertig!


Wenn

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Re: Re: übertrieben

Sebastian (28. Feb. 2006, 18:28h)


hallo unbekannt.

übertrieben finde ich hier nur deine haltung. willst du wirklich aufhören zu rudern, wenn schwimmwesten für einen sicheren ruderbetrieb gefordert sind? mann-oh-mann!

deine vorschläge für einen sinnvollen umgang mit sicherheitsmaßnahmen (gerät und regeln) halte ich aber für einen guten ansatz. ich galube auch nicht, dass es eine pauschale regelung für alle gewässer und situationen geben kann.

vielmehr sollten die verbände die richtschnur vorgeben, wie ein sicherer ruderbetrieb zu gewährleisten ist. vereine und veranstalter - und nicht zuletzt auch jeder einzelne ruderer - müssen diese dann situativ ausgestalten.

gruß
sebastian

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Re: Re: Re: Re: übertrieben

Anonymer Verfasser (08. Mai. 2006, 11:53h)


weiterer Link zum Thema: Hier klicken.

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Re: Re: Re: Re: Re: Re: übertrieben

Anonymer Verfasser (08. Mai. 2006, 14:11h)


Ich hab den Text nicht in aller Länge gelesen (werde ich aber noch), sondern hab nur nach 'Schwimmfähigkeit' Ausschau gehalten.

Was dazu noch unbedingt ergänzt werden muss: Ausreichende Schwimmfähigkeit des Bootes bedeutet: Das Boot soll nie so weit vollschlagen, dass es untergeht. Ähnlich einem Einer, der nach 'vollschlagen' lediglich den Fussraum geflutet hat, würden bei einem Mannschaftsboot ebenfalls nur die Fussräume unter Wasser stehen.

Eine solche Konstruktion des Bootes ist übrigens notwendig, um ab 2007 die DRV & FISA Standards zu erfüllen.

Noch ein aktueller Vorfall, der zwar glimpflich ausging, aber mit entsprechender Konstruktion des Bootes niemals soweit gekommen wäre:


I have been following the buoyancy debate with reducing interest over
the last few years, but thought that I would relate my experiences of
the weekend here.

My team started Saturdays EUREGA, a 100 km marathon on the Rhine. We
used the same boat as last year. (I Posted a link to 2005 photo's
recently)
http://www.treviris.de/albums/view_album.php?set_albumName=eurega2005

Unlike last year, this year was warm and sunny weather, benign
conditions. We shipped a few biggish waves, this is normal on the
Rhine, however the bilge pump dealt with the inflow. The boat was
moving fine, and we were on schedule for a reasonable time, not a win,
or a course record (broken this year by a mixed 4x at 4:57 !!)

45km into the race, just after Koblenz, there is an area of standing
waves. Unfortunately it was here where we met three ships line a-breast
coming up stream. Two passenger liners, and a double pusher barge. The
waves were four feet high at least. The first wave hit, and the bow
ploughed into the water, the second wave filled the boat, and third
forth and fifth sank it. Game over in less than ten seconds. The boat,
a non buoyant ancient wooden 4x, disappeared under out feet. We were
left holding onto the sculls.

There were a few anxious calls to the safety boat on the other side (1
km away) personally I was screaming "HELP" at the top of my voice. We
waited in the water for a few minutes repeating to our each other to
"stay with the boat" and to "breathe deeply".

As we waited the boat slowly resurfaced, from being able to touch it
with my feet, I could see the hull, but it would not support our
weight. After what seemed like an eternity the safety boat arrived,
and took us to the bank. Another zodiac rescued the boat, seats, and
most of our possessions.

15 minutes after sinking we were sitting in the warm sunshine wrapped
in hairy blankets, shivering, I was surprised how shocked I was, unlike
the others I have been following the discussions here, so I could quite
clearly see what the consequences could have been.

The logistical nightmare of boat trailers, cars and the rest was, as
you can imagine tedious.

We count ourselves very lucky to only have lost two splash tops, two
mobile phones, a few tools, car keys, etc. Without the safety boat
present it would have clearly been a disaster.

If I ever think about doing it again, (unlikely) it will definitely
have to be a modern buoyant boat with self bailers, and I will be
wearing some form of life jacket.

Went out sculling on Sunday afternoon, a nice quiet time to think, and
really appreciate what I could have so nearly lost.

[ Kommentar beantworten ]

Nicht übertrieben!

bortomotel (09. Mai. 2006, 12:57h)


Der englische Beitrag gibt meine Erfahrungen wieder, weswegen ich meinen ersten Thread hier bei WeRow gestartet habe: Besser mühsam gerudert als prima geschwommen
Ich will zwei Punkte herausstellen:
1. Ein Vierer ist bei genügend hohen Wellen innerhalb von Sekunden vollgeschlagen.
2. Auch ein hölzernes Boot bietet in vollgeschlagenem Zustand kaum eine Hilfe für die Mannschaft. Wo kommt bloß die immer wieder gelehrte Meinung her, daß die Mannschaft in einem vollgeschlagenen hölzernen Boot sitzen bleiben solle. Wenn man überschlägig rechnet, hat ein hölzerner Gigvierer in vollgeschlagenem Zustand einen Auftrieb von vielleicht 30 daN (=kg), und das bei einem Mannschaftsgewicht von vielleicht 400 kg oder mehr. Das ist nichtmal eine ausreichende Hilfe für einen schwimmende Mannschaft, die sich nur am Boot festhält.

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Re: Re: Re: Re: Schwimmwesten?

Sebastian (14. Feb. 2006, 22:06h)


ich halte deinen vorschlag für richtig (wenn auch nicht konsequent).

zu 1. uneingeschränkte zustimmung.
zu 2. uneingeschränkte zustimmung. (hier ist wohl eine menge interpretationsspielraum zu erwarten; z.b. gehe ich himmeltfahrt auch nach 13h auf das wasser... aber vielleicht gibt es hier regionale besonderheiten ;o)
zu 3. treffen 1. oder 2. nicht zu, dann mal besser nicht auf das wasser. eine schwimmweste sollte ein wassersportler konsequenterweise immer tragen (von tauchern etc. mal abgesehen).

leider sind gerade ruderer wenig konsequent (mich eingeschlossen).

denn gerade die volle schwimmfähigkeit ist bei dem vorhandenen bootsmaterial unseres vereins noch nicht gegeben (wir arbeiten dran!). das thema schwimmweste liegt dagegen im persönlichen einflussbereich und kann schnell und einfach umgestetzt werden.

gruß
sebastian

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Re: Re: Re: Re: Re: Schwimmwesten?

Anonymer Verfasser (25. Apr. 2006, 18:04h)


"...liegt ... im persönlichen einflussbereich und kann schnell und einfach umgestetzt werden". Haha!!! Die Realität sieht leider anders aus, vor allem unter Schülern und jungen Leuten, die voll dem Gruppendruck ausgesetzt sind; wer will schon als einziger mit einer Schwimmweste erscheinen und sich dem überlegenen Gespött der Mitruderer aussetzen!?
Hier sind ausschließlich (!) die Vereinsvorstände gefragt, die kraft ihrer Autorität Schwimmwesten und Sicherheitslehrgänge verordnen können. Aber auch hier ist Deutschland mal wieder finsteres Entwicklungsland, abgeschlagen im internationalen Vergleich.

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Re: Re: Re: Re: Re: Re: Schwimmwesten?

Anonymer Verfasser (27. Apr. 2006, 23:14h)


Willkommen im Paradies des Regulierungswahns! Wer dafür sorgen will, dass Rudern (noch) unattraktiver und teurer wird, bitte, nur zu! Die Wege sind aufgezeigt.

Im Straßenverkehr sind für Radfahrer ja aus gutem Grund auch keine Fahrradhelme Pflicht. Und zwar nicht etwa, weil sie nutzlos wären. (Sie sind sehr wichtig! Ich selbst trage immer einen.) Sondern weil irgendwo die Freiheit des Einzelnen beginnt.

Eine Schwimmweste zu tragen liegt natürlich im Einflussbereich des Einzelnen und kann als Sicherheitsmaßnahme in der Tat schnell und einfach umgesetzt werden. Daran gibt es nichts zu rütteln. Aber ob der Einzelne diese Maßnahme nun ergreift oder nicht, muss doch bitte sehr auch dem Einzelnen (bzw. bei Minderjährigen dessen Eltern) überlassen bleiben. Eigenverantwortung bleibt Eigenverantwortung. Da helfen auch keine Ausreden wie Gruppendruck oder ähnliches.

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Schwimmwesten!

Anonymer Verfasser (29. Apr. 2006, 10:58h)


>....Sondern weil irgendwo die Freiheit des Einzelnen beginnt....

Wahnsinnig gutes Argument. Jedenfalls auf den ersten Blick. Das kalte Wasser hat uns aber gelehrt, daß selbst harmlose Gewässer wie der Hamm-Datteln-Kanal mit seinen 30 m Breite auch für durchtrainierte, junge Sportler mörderisch sind, wenn sie keine Weste tragen.

So, und nun bist Du mit Deiner Freiheit dran...

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Re: Re: Schwimmwesten!

Anonymer Verfasser (29. Apr. 2006, 18:42h)


Dass Gefahren auch bei vermeintlich harmlosen Gewässern bestehen, wird von mir in keiner Weise in Abrede gestellt. Genauso wenig, dass Gefahren auch für trainierte Sportler bestehen. Ich lehne das Anlegen von Schwimmwesten ja auch überhaupt nicht ab. Ich lehne nur die Pflicht zum Anlegen von Schwimmwesten ab. Nicht alles was unvernünftig ist, muss verboten sein!

Man darf ohne Schutzkleidung mit Inline-Skates fahren, man darf ohne Helm fahrradfahren, man darf ohne Schwimmweste windsurfen, man darf bei schlechtem Wetter eine Bergtour machen, man darf ohne Fallschirm ein Flugzeug besteigen usw.

Die pure Tatsache, dass etwas gefährlich ist, bedeutet noch lange nicht, dass es verboten sein müsste. Freiheit des Einzelnen heißt Eigenverantwortung, und Eigenverantwortung heißt ja gerade, eigenverantwortlich über eine Selbstgefährdung entscheiden zu können.

Wichtig ist allein, dass eine Diskussion über Gefahren im Rudersport geführt wird (so wie hier im Forum) und dass diese allen Kameraden bewusst sind. Dann kann jeder für sich entscheiden, ob er das Risiko in Kauf nimmt und weiter ohne Schwimmweste rudert oder eben nicht.

In diesem Sinne darf ich Dich, anonymen Verfasser vom 29. April, 10:58h, davon ausgehend, dass Du eine Schwimmwestenpflicht für erforderlich hälst, fragen, ob Du selbst mit Schwimmweste ruderst. Falls nein, kann ich nicht nachvollziehen, warum Dich die bloße Abwesenheit eine entsprechenden Gebotes davon abhält...

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Schwimmwesten!

Anonymer Verfasser (29. Apr. 2006, 23:09h)


In diesem Sinne darf ich Dich ........ fragen, ob Du selbst mit Schwimmweste ruderst.

Antwort: Ja!

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Re: Schwimmwesten!

Anonymer Verfasser (30. Apr. 2006, 22:49h)


Vorbildlich. Das meine ich ganz im Ernst.

Das bestätigt eigentlich nur, was ohnehin klar ist, nämlich dass es eines Gebotes nicht bedarf, damit der Einzelne sich schützen kann!

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Re: Re: Re: Schwimmwesten!

Anonymer Verfasser (01. Mai. 2006, 18:04h)


Danke sehr für die Blumen!
Ich bin schon der Meinung, daß es eigentlich ohne 'Gesetze' gehen sollte. Zumal es da in NRW einen Polizeisprecher gibt, der nach Unfällen auf dem Rhein schon mehrmals einen Schwimmwestenzwang gewünscht hat. Das können wir nun wirklich nicht gebrauchen!
Wahrscheinlich sind aber die Menschen in puncto Sicherheit überall gleich. In England und Australien müssen Steuerleute grundsätzlich eine Weste tragen, das schreibt der Verband vor. Die FISA verlangt es für FISA-Wanderfahrten. Und wenn ich das richtig verstanden habe, ist es in Kanada sogar gesetzlich vorgeschrieben, in Booten generell Westen zu tragen.


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Re: Schwimmwesten?

Anonymer Verfasser (15. Feb. 2006, 13:47h)


Moin!

Das mit Punkt 3 ist natürlich richtig... das ist mir auch erst nach dem Schreiben aufgefallen, dass 1 & 2 absolut essentiell sind, ich dachte eher an den Fall, dass eben Punkt 1 mit altem Bootsmaterial noch nicht erfüllbar ist.

Bei uns nimmt die Verkehrsdichte und der durchschnittliche Promillegehalt der Freizeitkapitäne am Himmelfahrtstag mit fortschreitender Zeit zu.
Erinner mich noch daran, wie letztes Jahr irgendwelche Angeheiterten das Trainerboot von Steg gerammt haben. Dann tauchte erst der Trainer auf und hat die 'Täter' aufgefordert, das Boot zurückzuschaffen, worauf aber noch nicht viel passierte. Aber als nach und nach immer mehr Trainingsleute am Ufer zusammenkamen haben die da draussen wohl Bammel bekommen und zügig gehandelt.

Nur mal sone Story.

Aber son schwimmfähiges Boot ist schon ne feine Sache...

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Re: übertrieben

Anonymer Verfasser (21. Feb. 2006, 18:24h)


Dem ganzen ist zuzustimmen. Das Problem, dass wir in .de nunmal haben ist, dass es zwei Ruderlager gibt. Die Wanderruderer und die Rennruderer. (In England und USA zB ist Wanderrudern weitesgehend unbekannt.)

Das spiegelt sich dann leider auch oft in der Ausbildung der Ruderer wieder.

Es gibt die Rennruderer, die meistens eine lange und sorgfältige Ausbildung genossen haben. Die haben von ihrem ruderischen Anspruch schon gar kein Interesse daran, bei schlechtem Wetter aufs Wasser zu gehen, weil sauberes rudern dann eh kaum möglich sind.

Wir haben erfahrene Wanderruderer, die schon Stunden im voraus die Wetterentwicklung einschätzen können und ihre Fahrten dementsprechend planen.

Soweit so gut.
Wir haben aber damit auch die Zone dazwischen, diejenigen, die weder Rennrudern noch 'echtes' Wanderrudern machen und denen die Erfahrung und sorgfältige Ausbildung fehlt, um sich selbst aus der Gefahr herauszuhalten.

Insofern kann ich auch nur zustimmen, man sollte die einfachen Lösungen wie entsprechende Ausstattung der Neuboote gern 'reglementieren' (die Hersteller brauchen auch einen Standard an den sie sich halten können, der soll gern vom Verband schriftlich festgehalten werden).

Darüberhinaus sollte aber Bildung an vorderster Stelle stehen, denn es gibt Situationen in denen eine Schwimmweste angebracht ist, oder in denen man bei der Bootswahl auf die Fähigkeiten des Bootes achtet.
Wenn ich weiss, dass mein Boot mit hohen Wellen nicht umgehen kann, muss man entsprechend defensives Verhalten an den Tag legen. Nur sind sich viele dessen nicht bewusst, was ihre Boote können und was nicht.

Deshalb bin ich dafür, dass Neuboote mit ausreichendem Auftrieb gebaut werden (da diese Bauweise die Ruderei in keiner Weise beeinflusst)

Und alle weitergehenden Massnahmen wie Spiegel und Schwimmwesten allen bekannt und nahegelegt werden.

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Re: übertrieben

bortomotel (21. Feb. 2006, 18:45h)

Nachträglich bearbeitet von bortomotel

Korrekturen am Layout, Reparatur der Links

Na, eine gute Rettungsweste hast Du wohl noch nie getragen? Meine stört beim Rudern definitiv nicht. Während einer Regatta muß man vielleicht auch keine tragen. Da gibt es meistens genügend Boote eines Wasserrettungsdienstes. Aber beim Training? Da kann man ggf. doch mal drüber nachdenken. Oder kann Euer Trainerboot eine badende Vierer- oder Achtermannschaft auf einmal aufnehmen?

- Selbstverständlich ist, dass bei extremen Temperaturen/Wellengang/Sturm/Eis ect. ggf. auf eine Ausfahrt verzichtet wird...

Also, das kenne ich leider anderes, bis hin zu dem Zeitungsbericht, daß 14 von 24 Teilnehmern einer Fahrtengruppe bei deutlich sichtbar aufkommendem Sturm weit vom Ufer im Wasser lagen.

-.... 99,9% der Fahren verlaufen unfallfrei....

Richtig. Bei mir verlaufen seit ca. 40 Jahren alle Autofahrten unfallfrei. Da ist der Prozentsatz noch besser. Kann ich also beruhigt auf Gurt und Airbag verzichten?

-.....auch auf den sog. gefährlichen Wasserwegen.

Bitte an den Beginn dieses Threads gehen. Der Hohenzollernkanal in Berlin ist ein überaus harmloses Gewässer und der Kamerad war noch nicht sooo alt. Und doch....

- Wenn sich im ungesteuerten Boot jemand in den Bug setzt, der sich nicht umgucken kann (steifer Hals) nennt man das "grob Fahrlässig". Ich frage mich, wie so jemand eine Mannschaft findet die das zuläßt??

Berechtigte Frage. Vielleicht fehlt einfach nur das Wissen und die Einstellung dazu. Sowas sollten wir zu vermeiden suchen. .

- Sinnvoll.....

Ach, die Menschen, sie sind leider nicht so.

Und da liegt der Hund begraben:
- Die Kriterien müssen aber auch erfüllbar sein, ohne dass alle neue Boote kaufen müssen...da der Veranstalter aber auch Teilnehmer haben möchte.

Darf ein Veranstalter eine Veranstaltung durchführen, wenn die Wasserbedingungen so sind, wie auf den Bildern gezeigt? Weil er Teilnehmer haben will?

Ein Problem für mich ist das ‚digitale‘ Verhalten von Ruderunfällen. Entweder man ersäuft oder man wird nur naß. Dazwischen gibt es meist nicht viel. (Glücklicherweise bin ich bis jetzt auch immer nur naß geworden.)

Und damit stelle ich diesen diesen Link ans Ende.

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Re: Re: übertrieben

Anonymer Verfasser (08. Jun. 2006, 16:46h)


eigentlich fällt mir da gar nichts mehr zu ein...
Ich wäre auch für die Helmpflicht im Haushalt!!
Im Haushalt passieren erwiesenermaßen die meisten Unfälle - außerdem sollte man verbieten vor die Tür zu gehen, denn dort passieren am 2t meisten Unfälle.

Das Leben ist nun mal leider nicht frei von Risiken - im Gegenteil. Es ist sogar Lebensgefährlich und endet meistens tödlich.
Mit diesen Risken leben wir und es gehört dazu diese einzuschätzen und damit umzugehen.

Natürlich sollten Gefahren und Risiken wenn möglich verringert werden - dass aber immer alles mit Vorschriften geregelt werden muss ist richtig "deutsch"!

Die Tatsache, dass immer wieder Ruderer unvernüftig sind ist doch kein Grund alle zu Maßregeln! Die sind auch mit Vorschriften unvernünftig.

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Re: Re: Re: übertrieben

Anonymer Verfasser (09. Jun. 2006, 00:26h)


Das Problem ist nur, dass die meisten Ruderer nicht aus einfacher Unvernunft handeln sondern

1. mangels besserem Wissen (dem kann Abhilfe geschaffen werden)

2. mangels sicherem Material (teilweise kombiniert mit mangeldem Wissen). Und wenn schon: Wer sagt denn 'nö, mit euch ruder ich nicht, das Boot taugt nicht'? An dieser Stelle können Regulierungen sinnvoll ansetzen. Um zum einen dem Nutzer zu versichern was das Material kann und was nicht, und um andererseits dem Hersteller zu ermöglichen, diese Richtlinie zu erfüllen und sich darauf zu berufen, sollte tatsächlich jemand grob Fahrlässig zu schaden kommen.

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Sicherheit auf dem Rhein

MiSto (12. Feb. 2006, 23:33h)


Nach zwei Unfällen auf dem Rhein in den 90-er Jahren hat unser Vorstand in Zusammenarbeit mit den Nachbarvereinen als Hauptmaßnahme eine Rettungswestenpflicht auf dem Rhein (nicht im Trainingsrevier Neusser (Industrie-) Hafen) in der kalten Jahreszeit (Oktober bis April) eingeführt.


Fast jedes in diesen Monaten aktive Mitglied vom Jugendlichen bis zu den Senioren besitzt eine eigene Rettungsweste, für Gäste und Vergeßliche gibt es dank privater Sponsoren drei Vereinswesten.


Wer keine Rettungsweste tragen will, muß eine Freistellungserklärung gegenüber dem Vorstand abgeben.


Der Erwerb von Rettungswesten und Rückspiegeln wird durch Sammelbestellungen und Erinnerungsaktionen in Sachen Wartung gefördert.


Die Boote haben alle eine Abdeckung erhalten. Die letzten offenen Kunststoffdollen wurden durch Bügeldollen ersetzt.


Hauptaspekt für die Sicherheit ist aber die theoretische und praktische Ausbildung der Ob- bzw. Steuerleute. Auf "unserem" Rheinabschnitt treffen wir bei einer zweistündigen Ausfahrt ca. 30 Schiffe in voller Fahrt, dazu jedesmal anderen Wind und anderen Wasserstand. Während wir meist zu Beginn sieben km rheinauf rudern und dabei nahe am Ufer bleiben, ist bei der Rückfahrt je nach Schifffahrt auch ein mehrmaliges Überqueren des etwa 250 m breiten Rheins erforderlich. Bei uns fährt kein Boot - erst recht keins der im Winter meist steuermannslosen - ohne Obmann mit "Steuererlaubnis" los.


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Re: Sicherheit auf dem Rhein

Sebastian (28. Feb. 2006, 23:27h)


Hallo MiSto,

die regelungen, die ihr bei euch im verein getroffen habt, finde ich interessant. ist es möglich diese einzusehen? können sich noch weitere vereine an der "einkaufsgemeinschaft" beteiligen?

der aspekt der ausbildung scheint mir ebenfalls sehr wichtig. auf dem rhein wird hierzu die "steuerprüfung für rheinsteuerleute" durch den nwrv angeboten. wie gestaltet ihr eure ausbildung in theorie und praxis?
sicherlich sprengt dies ein wenig den rahmen dieser diskussion. ich würde aber gerne von euch lernen. ich versuche dich einfach einmal per mail zu erreichen.

gruß
sebastian

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Sicherheit auf dem Rhein -Vereinsregelungen

MiSto (01. Mär. 2006, 00:46h)


Unser Steuerlehrgang für Rheinsteuerleute ist angelehnt an die Broschüre "Bootsobleute und Steuerleute" des Deutschen Ruderverbandes, die wohl bei allen vereins- und verbandsinternen Steuerlehrgängen als Grundlage herangezogen wird.

Der Inhalt dieser Broschüre ist Basis-Prüfungsstoff nach einem etwa 12 Stunden langen Lehrgang. Bei diesem wird zusätzlich auf unsere Ruderordnung mit Rettungswesten und Revierbeschränkungen eingegangen, im Rahmen einer Diasghow eine Unzahl kritischer Situationen am Rhein und anderen Gewässern (Werra, Lahn, Ruhr ...) beschreiben und durchgesprochen, und last not least ein selbstgedrehter Film zum Verhalten bei Unfällen auf dem Wasser diskutiert. Den haben wir vor einigen Jahren mal zusammen mit DRK Wasserwacht und THW bei einer gemeinsamen Rettungsübung gedreht.

Der Lehrgang endet mit einer relativ strengen schriftlichen Prüfung. Die Steuererlaubnis erhält aber erst, wer
- mindestens 16 Jahre alt ist,
- die Theorieprüfung bestanden hat,
- einen Erste-Hilfe-Kurs besucht hat,
- mindestens fünf Steuerfahrten unter Anleitung auf dem Rhein oder auf Wanderfahrt hinter sich gebracht hat,
- 60 Fahrten auf dem Rhein oder vergleichbaren Gewässern unternommen hat und
- seine Kenntnisse bei einer (strengen) praktischen Prüfung auf dem Rhein oder Wanderfahrt nachweist.

Es gibt vier verschiedene Steuerklassen:

A - Zweier mit bis Vierer mit Steuermann nach dieser Prüfung
B - nach einem Jahr Trimmy, Doppel-Zweier bis Dreier-ohne
C - nach Bewährung mit Steuerfahrt Doppel-Vierer-ohne bis Sechser-ohne/mit
D - Achter nach Extra-Prüfungsfahrt

Die Mitglieder des Neusser Ruderverein haben 2005 über 85.000 Wander-km zurückgelegt; 70 Ruderer mit Fahrtenabzeichen sind Zeugnis dafür, dass sowohl Jugendliche als auch ältere überall in Europa die Gelegenheit haben, etwas gefährlichere Situationen zu bewältigen.

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Re: Sicherheit auf dem Rhein

bortomotel (14. Feb. 2006, 19:48h)

Nachträglich bearbeitet von bortomotel

Lieber MiSto,

in Anbetracht Eurer Regelung und den festen Abdeckungen weiß ich gar nicht, was ich von den Bildern hier halten soll:
Kunstvolles Gebilde
....hat nichts geholfen, obwohl vom Veranstalter so gewollt.
Ob man bei dem Wasser mit C-Booten noch rudern muß?
Da hat man die Quittung.

Das Problem ist, daß Unfälle beim Rudern quasi digital verlaufen. Entweder, es ersäuft einer, oder man wird nur naß und kalt, was mit einer warmen Dusche und trockenen Klamotten leicht repariert werden kann. Darüber wird dann gelacht, weil es ja so lächerlich war.

Die Veranstalter der zitierten Veranstaltung schreiben das Zukleben der Boote vor, wenn ich das richtig verstanden habe. Ob sie vielleicht auch mal daran denken könnten, Schwimmkammern bzw. -kissen für die Boote und Rettungswesten für die Ruderer zu verlangen?

Rhein und Jahreszeit sehen auf den Bildern sehr danach aus.

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Re: Re: Re: Re: Re: Re: Sicherheit auf dem Rhein

Anonymer Verfasser (15. Feb. 2006, 01:33h)

Nachträglich bearbeitet von

Hallo Bortomotel,

Dein Beitrag kann nicht unkommentiert bleiben, da die von Dir zitierten Abbildungen einen verzerrten Eindruck geben.

1.) Die Bilder stammen von der Eurega Loreley/Neuwied - Bonn. Auf allen Bildern sind unterschiedliche Boote zu sehen. Daher ist die Schlussfolgerung "kunstvolles Gebilde" - "...hat nichts geholfen" -> "Da hat man die Quittung" falsch.

2.) Die "kunstvollen Gebilde" sind jedenfalls sehr sinnvoll und - richtig installiert - erheblich effektiver als bootshandelsübliche Abdeckungen. Durch ihre Höhe halten sie nämlich auch solche Wellen ab, die sonst einfach über die Abdeckung hinweglaufen würden. (Freilich sind sie für den Alltagsbetrieb wegen ihrer Sperrigkeit und des großen Installationsaufwandes vor jeder Fahrt [Abkleben etc.] ungeeignet.)

3.) "kunstvolles Gebilde" - "...hat nichts genützt" stimmt so auch nicht. Auf dem zweiten Bild sieht man nämlich, dass die seitliche Abklebung falsch angebracht ist. Die Auslegerabklebung ist nämlich mit dem Waschbord verbunden worden, wodurch Wasser, dass auf die Abklebung gelangt, in das Boot hinein abläuft. Eine richtige angebrachte Abklebung hätte eine Lücke zum Bootskörper gelassen, damit das Wasser abfließen kann. Der (große!) Nutzen der in Bild 1 gezeigten Bugabdeckung wird dadurch in keiner Weise in Frage widerlegt.

4.) "Ob man bei dem Wasser mit C-Booten noch rudern muß? Da hat man die Quittung." Auch diese Abbildungen vermitteln einen verzerrten Eindruck. Das in Bild 4 (nicht) zu sehende abgesoffene Boot ist nämlich gar KEIN C-Boot, sondern ein altes (wohl B-, vielleicht sogar A-)Klinkerholzboot, das nicht dicht war, sondern - weil selten gefahren - so viel Wasser zog, dass das durch Wellen übernommene Wasser das Fass zum Überlaufen bzw. das Boot zum Sinken brache. (Natürlich bleibt die berechtigte Frage, wie verantwortunsvoll/-los es ist, ein solches Boot - wenn überhaupt - auch gerade noch auf der Eurega einzusetzen.)

5.) "Die Veranstalter der zitierten Veranstaltung schreiben das Zukleben der Boote vor [...]. Ob sie vielleicht auch mal daran denken könnten, Schwimmkammern bzw. -kissen für die Boote und Rettungswesten für die Ruderer zu verlangen?" Tatsache ist, dass das Abkleben der Boote sehr sinnvoll ist, wenn es richtig gemacht wird. Schließlich ist es besser, erst gar kein Wasser zu übernehmen, statt sich auf die (im Notfall natürlich sehr wichtige) Aufschwimmfähigkeit des Bootes verlassen zu müssen. (Besser kein Unglück, als ein Unglück mit geringen Folgen.) So wichtig passive Sicherheit ist, so viel wichtiger ist doch aktive Sicherheit, damit es auf den passiven Schutz gar nicht erst ankommt. Den Einsatz von mit (selbstverständlich vorteilhaften) großen Schwimmkammern versehenen Booten zu fordern, würde bedeuten, dass viele Vereine mangels (genügender Menge) solchen Bootsmaterials an derartigen Veranstaltungen nicht mehr teilnehmen könnten. Eigenverantwortung der Ruderer ist hier gefragt, nicht eine Überregulierung seitens des Veranstalters. (Schließlich ist im Straßenverkehr das Fahren mit PKW ohne Airbag ja auch erlaubt, obwohl der Airbag zweifelsohne die passive Sicherheit erheblich vergrößert.)

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Re: Sicherheit auf dem Rhein

Anonymer Verfasser (15. Feb. 2006, 13:58h)


Auch wenn Bortomotels Ausführungen vielleicht in Details nicht ganz der 'Continuity' entsprechen: Das Prinzip ist klar.

Das Prinzip ist über 2000 Jahre alt und wurde von einem Herren Namens Archimedes erforscht. Und es ist ganz einfach.

Ein Boot schwimmt dann, wenn es so viel Wasser *verdrängen* kann wie es Ladung an Bord (+ Eigengewicht) hat.

Kommen Wellen über die Bordwand (und es sei mal egal woher), dann läuft ein Boot der klassischen Bauweise voll. Damit wird entsprechend weniger Wasser verdrängt (es ist jetzt halt innen).

Verschliesst man nun soviel Hohlraum innerhalb des Bootes wie möglich, weniger Wasser einfliessen, das Boot wird etwas tiefer im Wasser liegen, aber ansonsten vollkommen ruderbar bleiben.

Jeder Renn-Einer wird so gebaut, man kann damit so viele Wellen abbekommen wie man will, es läuft maximal der Fussraum voll.
Mann kann auch 4er und 8er bauen, mit demselben Erfolg.

Es fragt keiner danach, jetzt alle Boote in die Werften zu schleppen um sie umzurüsten, aber was zum Henker spricht dagegen, bei Neuanschaffungen schon darauf zu achten oder die Wunschwerft danach zu fragen, dass da volle Schwimmfähigkeit eingebaut ist.

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Re: Re: Re: Sicherheit auf dem Rhein

Sebastian (28. Feb. 2006, 18:17h)


eine seltsame interpretation des archimedischen prinzips ;o) (fast) egal, so lange es zur richtigen schlußfolgerung führt:
das eindringen von wasser gilt es zu verhindern.
also muss es versiegelte hohlräume geben, die den auftrieb gewährleisten. bei neuen booten sowieso. bei bestehenden booten halte ich die von bartomotel aufgezeigten schwimmkissen für eine gangbare möglichkeit.

gruß
sebastian

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Re: Sicherheit auf dem Rhein

bortomotel (15. Feb. 2006, 10:41h)


Überregulierung? Wieso muß es eigentlich immer Vorschriften geben?

Ein Boot wird z.B. auch ohne Vorschriften dadurch sicherer, wenn es über genügend Rest-/Notschwimmfähigkeit verfügt. Ein Ruderer ist auch ohne Vorschriften besser geschützt, wenn er mit Rettungsweste fährt.

Wieso kann ein Mangel an ausreichendem Material ein Argument dafür sein, eine große Zahl von Teilnehmern einem Risiko auszusetzen?

Ich habe die im Internet verfügbaren Daten gesammelt. Wieso scheint es so zu sein, daß gerade auf dem Rhein die spektakulärsten und leider auch mit merklicher Häufigkeit letalen Unfälle passieren? Ich nenne nur den Unfall von Emmerich vom letzten September (abgesoffener C-Vierer, ein Toter), den Unfall mit dem Zehnerkanadier bei Königswinter (2 Tote) oder den schon etwas zurückliegenden Unfall der RG Benrath (4x- gegen Schiff, ein Toter).

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Re: Re: Re: Sicherheit auf dem Rhein

Anonymer Verfasser (15. Feb. 2006, 20:50h)


Hallo bortomotel,

Du schreibst "Wieso kann ein Mangel an ausreichendem Material ein Argument dafür sein, eine große Zahl von Teilnehmern einem Risiko auszusetzen?" Ich (Eintrag 15. Feb. 2006, 01:33h) stimme mit Deinen Anliegen ja völlig überein, bin aber dennoch der Meinung, dass es nicht Aufgabe der Veranstalter ist, wünschenswerte Entwicklungen im Bootsbau durch ein Startverbot für alle anderen Boote voranzutreiben. Du schreibst ja selbst "Wieso muß es eigentlich immer Vorschriften geben?" Genau. Es ist Aufgabe der einzelnen Vereine und der einzelnen Ruderer, die Sicherheit des Materials zu optimieren. Von einem Veranstalter kann das nicht verlangt werden (er stellt ja nicht das Bootsmaterial).
Die bei der Eurega geübte Praxis, provisorische Bugaufbauten zu verlangen, halte ich dagegen für richtig, da solche Aufbauten von jedermann kurzfristig, preisgünstig und vergleichsweise einfach installiert werden können.
Wie gesagt, voll aufschwimmtaugliche Boote sind natürlich wünschenswert. Aber das fällt in den Verantwortungsbereich der teilnehmenden Vereine und Ruderer und nicht in den der Veranstalter.

Viele Grüße.

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Re: Re: Re: Sicherheit auf dem Rhein

Sebastian (14. Feb. 2006, 22:28h)


hallo bortomotel,

in der tat sind die abgebildeten abdeckungen sehr fragwürdig und dienen wohl mehr der erfüllung der regattarichtlinien als der echten sicherheit. ("richtige" abdeckungen machen aber durchaus sinn)

wer den rhein kennt weiß, dass ein solches wasser nichts außergewöhnliches ist.

ich kenne die eurega und weiß, dass so waghalsig im normalen ruderbetrieb nicht gefahren wird. gerade im zielbereich der eurega kommt es aber häufiger mal zu den abgebildeten szenen (ein glück sind DLRG boote bei der eurega nie fern).

der veranstalter fordert das fahren mit abdeckung; wie diese auszusehen hat, schreibt er nicht vor. daher treten einige mannschaften mit diesen "kunstvollen gebilden" an (um gewicht zu sparen???).

die von dir aufgestellten forderungen halte ich deshalb - mindestens - ebenfalls für angebracht.

gruß
sebastian

p.s.: was verstehst du unter "schwimmkissen"?

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Re: Sicherheit auf dem Rhein

bortomotel (15. Feb. 2006, 09:38h)


Sebastian, unter Schwimmkissen verstehe ich z. B. die hier. Andere Formen halte ich für denkbar.

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Re: Re: Re: Sicherheit auf dem Rhein

Sebastian (28. Feb. 2006, 18:03h)


hallo bortomotel,

danke für den link. das ist wirklich eine prima und einfache idee auch alte boote kostengünstig mit dem nötigen auftrieb auszustatten. ich habe ein wenig gegoogelt und festgestelt, das für kanus solche schwimmkissen "von der stange" gekauft werden können. ich werde also mal in den nächsten kanu-shop marschieren...

dank und gruß
sebastian

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Re: Sicherheit auf dem Rhein

MiSto (14. Feb. 2006, 23:29h)


Etwa 1.000 x im Jahr - von Januar bis Dezember - gehen bei uns Ruderer auf den Rhein. Im Schnitt einmal im Jahr schlägt mal ein Boot voll (inklusive Rhein-Marathon, Zwei-Brücken-Regatta, Eurega ...), zum Glück meist bei einigermaßen warmem Wasser. Wenn die Ruderei so gefährlich wäre wie auf den Trierer Fotos, würde keiner mehr kommen. Aber eigentlich erreichen unsere Boote - viele steuermannslose Dreier, Vierer, Fünfer und Sechser - meistens innen fast trocken den Steg. Auch für die Regatten gilt: Keine Fahrt ohne guten Steuermann bzw. Obmann.

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Re: Re: Re: Re: Sicherheitsrichtlinie

Anonymer Verfasser (01. Feb. 2006, 17:50h)


vielleicht können in diesem zusammenhang auch noch ein paar erfahrungen zum thema "schwimmweste" bekannt gegeben werden:

  • welche vereine haben hierzu schon regelungen getroffen und wie sehen diese konkret aus?

  • welche schwimmwesten eignen sich für den ruderbetrieb; insbesondere im bezug auf:


    • tragekomfort und bewegungsfreiheit

    • wartungsanfälligkeit und kosten




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Schwimmwesten?

Anonymer Verfasser (06. Feb. 2006, 23:51h)


Ich möchte gern nochmal fragen, warum es eigentlich Schwimmwesten sein sollen. Wann, wo und wie ihr Einsatz vorgesehen ist.

Gleichzeitig möchte ich auch daran erinnern, das Problem bei der Wurzel zu packen. Der Einsatz der Schwimmweste wird oftmals dann nötig, wenn das Boot versagt.

Denkt an Boote mit ausreichend eigenständiger Schwimmfähigkeit.

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Re: Re: Schwimmwesten?

Sebastian (10. Feb. 2006, 19:29h)


schwimmwesten alleine reichen sicher nicht aus. sie stellen aber bestimmt ein wichtiges element dar. dass die ruderboote ausreichend schwimmfähig seinen müssen, ist für mich fraglos ein ebenso notwendiges sicherheitselement.
aber für den fall, dass du im wasser landest und nicht mehr ins boot gelangen kannst - aus welchem grund auch immer - scheint mir eine schwimmweste sinnvoll.
und wie du schon schreibst: "Der Einsatz der Schwimmweste wird oftmals dann nötig, wenn das Boot versagt." genau! und boote können versagen. egal wie gut konstruiert.
klar: ich kann mir auch situationen vorstellen, wo eine rettungsweste ein wenig oversized scheint (z.b. eine regatta auf einer 2000m bahn). aber im winter? auf einer wasserstraße? auf einem fluß mit starker strömung? auf einem großen see? wenn niemand sonst in der nähe ist, der hilfe leisten kann?
gruß
sebastian

(sicherheit ist unbequem. das fängt schon beim abschließen der haustür an.)

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Re: Re: Re: Schwimmwesten?

Anonymer Verfasser (13. Feb. 2006, 01:05h)


Keine Frage, Schwimmwesten sind eine gute Sache.

Ich möchte nur nicht, dass manch ein Leser auf die Idee kommt: Schwimmwestenpflicht und gut.

Gerade viele Wanderboote werden immernoch mit komplett offenem Innenausbau ausgeliefert, schlägt so ein Boot voll sind die Ruderer dann auch mit Schwimmwesten in Gefahr, besonders solange die Wassertemperaturen noch recht niedrig sind.
Der Artikel im Rudersport 1/06 fasst es meiner Meinung nach sehr schön zusammen.

Deshalb mein Vorschlag:
1. Das Fahrzeug muss in einwandfreiem Zustand sein. Das schliesst volle Schwimmfähigkeit mit ein.

2. Eine Ausfahrt ist nur anzutreten, wenn die Umweltbedingungen es zulassen. (Dazu möchte ich auch erwähnen, dass ich zB an einem Himmelfahrtstag nach 13 Uhr nicht mehr aufs Wasser gehe. Grund liegt nahe).

3. Bei Zweifeln zu 1 und/oder 2 ist eine Schwimmweste als zusätzliche Absicherung hilfreich.

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Re: Re: Re: Re: Schwimmwesten?

Sebastian (14. Feb. 2006, 22:06h)


ich halte deinen vorschlag für richtig (wenn auch nicht konsequent).

zu 1. uneingeschränkte zustimmung.
zu 2. uneingeschränkte zustimmung. (hier ist wohl eine menge interpretationsspielraum zu erwarten; z.b. gehe ich himmeltfahrt auch nach 13h auf das wasser... aber vielleicht gibt es hier regionale besonderheiten ;o)
zu 3. treffen 1. oder 2. nicht zu, dann mal besser nicht auf das wasser. eine schwimmweste sollte ein wassersportler konsequenterweise immer tragen (von tauchern etc. mal abgesehen).

leider sind gerade ruderer wenig konsequent (mich eingeschlossen).

denn gerade die volle schwimmfähigkeit ist bei dem vorhandenen bootsmaterial unseres vereins noch nicht gegeben (wir arbeiten dran!). das thema schwimmweste liegt dagegen im persönlichen einflussbereich und kann schnell und einfach umgestetzt werden.

gruß
sebastian

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Re: Re: Re: Re: Re: Schwimmwesten?

Anonymer Verfasser (25. Apr. 2006, 18:04h)


"...liegt ... im persönlichen einflussbereich und kann schnell und einfach umgestetzt werden". Haha!!! Die Realität sieht leider anders aus, vor allem unter Schülern und jungen Leuten, die voll dem Gruppendruck ausgesetzt sind; wer will schon als einziger mit einer Schwimmweste erscheinen und sich dem überlegenen Gespött der Mitruderer aussetzen!?
Hier sind ausschließlich (!) die Vereinsvorstände gefragt, die kraft ihrer Autorität Schwimmwesten und Sicherheitslehrgänge verordnen können. Aber auch hier ist Deutschland mal wieder finsteres Entwicklungsland, abgeschlagen im internationalen Vergleich.

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Re: Re: Re: Re: Re: Re: Schwimmwesten?

Anonymer Verfasser (27. Apr. 2006, 23:14h)


Willkommen im Paradies des Regulierungswahns! Wer dafür sorgen will, dass Rudern (noch) unattraktiver und teurer wird, bitte, nur zu! Die Wege sind aufgezeigt.

Im Straßenverkehr sind für Radfahrer ja aus gutem Grund auch keine Fahrradhelme Pflicht. Und zwar nicht etwa, weil sie nutzlos wären. (Sie sind sehr wichtig! Ich selbst trage immer einen.) Sondern weil irgendwo die Freiheit des Einzelnen beginnt.

Eine Schwimmweste zu tragen liegt natürlich im Einflussbereich des Einzelnen und kann als Sicherheitsmaßnahme in der Tat schnell und einfach umgesetzt werden. Daran gibt es nichts zu rütteln. Aber ob der Einzelne diese Maßnahme nun ergreift oder nicht, muss doch bitte sehr auch dem Einzelnen (bzw. bei Minderjährigen dessen Eltern) überlassen bleiben. Eigenverantwortung bleibt Eigenverantwortung. Da helfen auch keine Ausreden wie Gruppendruck oder ähnliches.

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Schwimmwesten!

Anonymer Verfasser (29. Apr. 2006, 10:58h)


>....Sondern weil irgendwo die Freiheit des Einzelnen beginnt....

Wahnsinnig gutes Argument. Jedenfalls auf den ersten Blick. Das kalte Wasser hat uns aber gelehrt, daß selbst harmlose Gewässer wie der Hamm-Datteln-Kanal mit seinen 30 m Breite auch für durchtrainierte, junge Sportler mörderisch sind, wenn sie keine Weste tragen.

So, und nun bist Du mit Deiner Freiheit dran...

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Re: Re: Schwimmwesten!

Anonymer Verfasser (29. Apr. 2006, 18:42h)


Dass Gefahren auch bei vermeintlich harmlosen Gewässern bestehen, wird von mir in keiner Weise in Abrede gestellt. Genauso wenig, dass Gefahren auch für trainierte Sportler bestehen. Ich lehne das Anlegen von Schwimmwesten ja auch überhaupt nicht ab. Ich lehne nur die Pflicht zum Anlegen von Schwimmwesten ab. Nicht alles was unvernünftig ist, muss verboten sein!

Man darf ohne Schutzkleidung mit Inline-Skates fahren, man darf ohne Helm fahrradfahren, man darf ohne Schwimmweste windsurfen, man darf bei schlechtem Wetter eine Bergtour machen, man darf ohne Fallschirm ein Flugzeug besteigen usw.

Die pure Tatsache, dass etwas gefährlich ist, bedeutet noch lange nicht, dass es verboten sein müsste. Freiheit des Einzelnen heißt Eigenverantwortung, und Eigenverantwortung heißt ja gerade, eigenverantwortlich über eine Selbstgefährdung entscheiden zu können.

Wichtig ist allein, dass eine Diskussion über Gefahren im Rudersport geführt wird (so wie hier im Forum) und dass diese allen Kameraden bewusst sind. Dann kann jeder für sich entscheiden, ob er das Risiko in Kauf nimmt und weiter ohne Schwimmweste rudert oder eben nicht.

In diesem Sinne darf ich Dich, anonymen Verfasser vom 29. April, 10:58h, davon ausgehend, dass Du eine Schwimmwestenpflicht für erforderlich hälst, fragen, ob Du selbst mit Schwimmweste ruderst. Falls nein, kann ich nicht nachvollziehen, warum Dich die bloße Abwesenheit eine entsprechenden Gebotes davon abhält...

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Schwimmwesten!

Anonymer Verfasser (29. Apr. 2006, 23:09h)


In diesem Sinne darf ich Dich ........ fragen, ob Du selbst mit Schwimmweste ruderst.

Antwort: Ja!

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Re: Schwimmwesten!

Anonymer Verfasser (30. Apr. 2006, 22:49h)


Vorbildlich. Das meine ich ganz im Ernst.

Das bestätigt eigentlich nur, was ohnehin klar ist, nämlich dass es eines Gebotes nicht bedarf, damit der Einzelne sich schützen kann!

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Re: Re: Re: Schwimmwesten!

Anonymer Verfasser (01. Mai. 2006, 18:04h)


Danke sehr für die Blumen!
Ich bin schon der Meinung, daß es eigentlich ohne 'Gesetze' gehen sollte. Zumal es da in NRW einen Polizeisprecher gibt, der nach Unfällen auf dem Rhein schon mehrmals einen Schwimmwestenzwang gewünscht hat. Das können wir nun wirklich nicht gebrauchen!
Wahrscheinlich sind aber die Menschen in puncto Sicherheit überall gleich. In England und Australien müssen Steuerleute grundsätzlich eine Weste tragen, das schreibt der Verband vor. Die FISA verlangt es für FISA-Wanderfahrten. Und wenn ich das richtig verstanden habe, ist es in Kanada sogar gesetzlich vorgeschrieben, in Booten generell Westen zu tragen.


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Re: Schwimmwesten?

Anonymer Verfasser (15. Feb. 2006, 13:47h)


Moin!

Das mit Punkt 3 ist natürlich richtig... das ist mir auch erst nach dem Schreiben aufgefallen, dass 1 & 2 absolut essentiell sind, ich dachte eher an den Fall, dass eben Punkt 1 mit altem Bootsmaterial noch nicht erfüllbar ist.

Bei uns nimmt die Verkehrsdichte und der durchschnittliche Promillegehalt der Freizeitkapitäne am Himmelfahrtstag mit fortschreitender Zeit zu.
Erinner mich noch daran, wie letztes Jahr irgendwelche Angeheiterten das Trainerboot von Steg gerammt haben. Dann tauchte erst der Trainer auf und hat die 'Täter' aufgefordert, das Boot zurückzuschaffen, worauf aber noch nicht viel passierte. Aber als nach und nach immer mehr Trainingsleute am Ufer zusammenkamen haben die da draussen wohl Bammel bekommen und zügig gehandelt.

Nur mal sone Story.

Aber son schwimmfähiges Boot ist schon ne feine Sache...

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Re: Schwimmwesten?

Anonymer Verfasser (09. Feb. 2006, 19:47h)


Ich rudere in Frankfurt auf dem Main und stelle immer wieder fest, daß sehr viele Bugleute in ungesteuerten Booten vergessen sich umzudrehen, Motto: "Gestern war da ja auch keiner". Das gibt oft schöne Beinahe-Kollisionen und so manchen Crash.
Bei dieser Haltung nützen auch Rettungswesten nur bedingt. Wie wärs also mal mit Umdrehen üben statt auf technische Lösungen zu vertrauen?

Daneben ist es im Winter natürlich nicht falsch mit Weste zu rudern und bei Minustemperaturen aufs Ergometer zu wechseln.
Christa Venzago

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Bugleute und Umdrehen

bortomotel (10. Feb. 2006, 23:16h)


Es scheint wenig bekannt zu sein, daß bei älteren Menschen der Hals etwas versteift sein kann. Die können dann den Kopf nicht mehr so richtig drehen, oder es ist mindestens unbequem. Ich weiß leider, wovon ich rede. Das hält aber 70-jährige Kameraden nicht davon ab, in einem ungesteuerten C-Doppelvierer auf 1 zu sitzen. Sie freuen sich dann, daß sie u.U. schneller als ein Achter sind, aber sie können das Boot nicht ordentlich steuern, erkenntlich an den Pißbögen, die sie fahren.

Ich fahre im Einer gern mit Spiegeln, was mit meinem Rollauslegerboot auch halbwegs geht.

Ansonsten bin ich auf der Seite derer, die Boote mit Luftkästen oder Auftriebskissen fahren.

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Re: Re: Re: Re: Re: Schwimmwesten?

Sebastian (10. Feb. 2006, 19:47h)


hi christa,
ohne zweifel hast du recht. umdrehen und die übersicht bewahren, die situation richtig einschätzen etc. ist der beste weg, unfälle zu verhindern bzw. das unfallrisiko gering zu halten; aber: unfälle passieren leider! und unfälle sind auch nicht immer selbst verschuldet.
wer also nur auf technische lösungen vertraut (schwimmfähigkeit des bootes, schwimmweste u.s.w.) ist genau so fahrlässig wie der, der glaubt alles im griff zu haben.
ich denke, den rudersport sicher auszuüben funktioniert am besten, in dem das risiko *und* die schadenshöhe so gering wie möglich gehalten wird.
gruß
sebastian

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Rettungsweste

bortomotel (06. Feb. 2006, 18:37h)


- Ob es Vereine gibt, die bereits entsprechende Regelungen haben, weiß ich nicht. immerhin wird für die FISA-Wanderfahrt verlangt, daß die Teilnehmer eine Weste mitbringen und im Boot tragen sollen.

- Rettungsweste: Ich habe diese: Rettungsweste und trage sie auch. Die Bewegungsfreiheit ist gut. Die Weste stört beim Rudern nicht. Eine vergleichbare Weste gibt es bei AVON (ehem. Autoflug). Die SecumarWeste hat 153,- EUR gekostet. Wartung ist alle zwei Jahre vorgesehen. Es kommt sicher darauf an, die Weste zu pflegen, darauf zu achten, daß sie sauber gefaltet und gut eingepackt ist.

Es gibt eine sehr preiswerte Weste in England für 50,- GBP. Ob die aber auch so schön kurz ist, kann man nicht sehen.

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Re: Re: Rettungsweste

Anonymer Verfasser (02. Jun. 2006, 15:39h)


Hast du mir eine Internetseite für die Secumar Weste. Wo kann ich diese besorgen?

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Re: Rettungsweste

bortomotel (02. Jun. 2006, 18:41h)

Nachträglich bearbeitet von bortomotel

Empfehle den nächsten Yachtausrüster, so vorhanden. Meiner mußte die Weste allerdings bestellen. hat ein paar Tage gedauert. Sonst http://www.ruder-shop.de/

Häufig wird die Halbautomatik-Weste empfohlen. Das kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Wenn die Weste auch vor Kälteschock schützen soll, müßte es schon eine Automatik-Weste sein. Eine gepflegte und sauber gepackte Weste sollte bei Regen nicht (so leicht) aufgehen. Im Übrigen kann man die Automatik mit Trick 18, Anschleichen und Knurren auch außer Gefecht setzen, was ich aber nur im äußersten Notfall empfehle, weil sich daraus Gefahrensituationen ergeben können, wenn man sich auf die Automatik verläßt, die aber totgelegt ist.

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Re: Re: Rettungsweste

Sebastian (10. Feb. 2006, 18:59h)


hallo bortomotel,
danke für deinen erfahrungsbericht. die von dir genutzte weste wird auch von anderen für ruderer empfohlen (bewegungsfreiheit!). ich habe mich mal mit kanuten unterhalten - für die es im übrigen völlig unverständlich ist, warum sich "die ruderer" so hardnäckig gegen schwimmwesten wehren - und den tipp bekommen, dass bei feststoffwesten a) der aufblasmechnismus nicht versagen kann und b) ein riss in der "haut" der weste - vielleicht verursacht durch hängenbleiben an einer schraube - nicht zum auftriebsverlust führt.
gruß
sebastian

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Sicherheitsrichtlinie

bortomotel (24. Jan. 2006, 16:57h)


Der zitierte Artikel im 'Rudersport' ist wirklich gut und lesenswert.

Das Sicherheitspapier der FISA ist relativ umfassend und als Grundlage brauchbar (Die vorstehend zitierte Fassung gab es bei meinen ersten Beiträgen noch nicht). Über den Aufbau und teilweise den Inhalt kann man streiten. Bewährte Erste-Hilfe-Anweisungen findet man sicher sehr gut bei den Wasserrettungsdiensten. Auf die könnte man zurückgreifen und die entsprechenden Passagen aus einem nationalen Sicherheitskonzept rauslassen.
Das FISA-Papier spiegelt selbstverständlich die ruderische Umgebung der Autoren wieder. So fehlen Regeln über das Wanderrudern, das es so bei den Angelsachsen kaum gibt. Und es fehlen Hinweise, daß man sich ggf. den aktuellen Wetterbericht besorgen soll, wie man den interpretiert, was fallender Luftdruck bedeutet, was 4 BFT bei gegenläufiger Strömung bedeuten, woran man sieht, daß es gleich regnet oder Sturm gibt u.v.a.

Vorschlag: Solche Dinge hier zu zu sammeln, die nicht im FISA-Papier drinstehen.

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Re: Re: Re: Re: TCAS

Anonymer Verfasser (23. Jan. 2006, 14:14h)


Es gibt doch längst ein Sicherheitskonzept, das evtl. etwas "angepaßt" werden könnte, nämlich die "FISA Guidelines for Minimum Safety Standard".

Übrigens finde ich den Artikel in Bezug auf die Risiken des Ruderns im Winter im letzten "Rudersport" absolut gut und lesenswert. Endlich wird diesem Thema mehr Beachtung geschenkt!

P.S.: Wie soll eine Mitarbeit an einem solchen Konzept denn aussehen?

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Re: Re: Re: TCAS

bortomotel (05. Aug. 2005, 10:12h)


Wie ein bringt man die polnischen Schiffe auf der Oder-Havel-Wasserstraße dazu, die notwendigen Transponder zu installieren?

Ansonsten finde ich die Aussage "Wir Ruderer sollten aber nicht erst Nachdenken, wenn ein Unfall passiert." richtig gut.

Man sollte sich mal hinsetzen und einen Entwurf für ein Sicherheitskonzept schreiben. Gibt es jemanden in der werten Leserschaft, der oder die mitmachen würde?

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Re: Re: Re: Re: Das kann kein Sportruderer gewesen

Anonymer Verfasser (05. Aug. 2005, 00:28h)


Witz? Seit wann ist ein TCAS ein Witz? Das ist total ernst gemeint. Es gibt in der Tat Crews, denen es nur darauf an kommt, 2000m geradeaus schnell zu sein. Da brauch man nicht viel auf die Umgebung achten. Aber diese Mannschaften trainieren auch auf befahrenen Gewässern, teilweise auch mit anderen Ruderbooten.
Bei 2 ungesteuerten Mannschaftsbooten bleibt nicht viel übrig, wenn die Rücken an Rücken aufeinander zu fahren. Und diese 'albernen Spiegel' (sie werden belächelt, bis derjenige doch mal einen Bugball oder ähnliches im Rücken) setzen die meisten nicht ein... und auch wenn, man muss schon bewusst damit die Wasserfläche beobachten, um Hindernisse zu erkennen.

Wir Ruderer sollten aber nicht erst Nachdenken, wenn ein Unfall passiert.
Vielmehr sollte allen klar sein, das mit Wasser in den meisten Fällen nicht zu spassen ist, und zumindest Rennruderboote mit viel Umsicht bewegt werden müssen.

Und wer die Umsicht walten lässt, wird auch viel Spass haben. Letztendlich viel mehr, als jemand, der so etwas auf die leichte Schulter nimmt.

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Re: Re: Re: Das kann kein Sportruderer gewesen

Anonymer Verfasser (03. Aug. 2005, 16:58h)


Witz komm' raus, du bist erkannt!

Nee, aber mal ehrlich. Man stelle sich vor: Da verabreden sich am Vatertag zehn Kameraden zu einer lustigen Tour, brechen mit aller Freude auf und am Ende sind zwei tot. Auch wenn das ein <a href="http://www.general-anzeiger-bonn.de/index_frameset.html?/news/artikel.php?id=90700">Kanadier</a> gewesen ist, darf das auch uns Ruderer zum Nachdenken anregen.

So, lieber Anonymus, nun darfst du deine Witze darüber machen.

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Re: Das kann kein Sportruderer gewesen

Anonymer Verfasser (23. Jul. 2005, 11:01h)


Noch besser (und bei manchen wirklich nötig):

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Re: Re: Re: Das kann kein Sportruderer gewesen

Anonymer Verfasser (20. Jul. 2005, 15:05h)


http://www.kijkom.nl

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Re: Re: Das kann kein Sportruderer gewesen

bortomotel (18. Jul. 2005, 10:31h)

Nachträglich bearbeitet von bortomotel

Es war ein einem Verein angehörender Kamerad. Wie man hört, ist ihm wirklich nicht viel passiert, glücklicherweise.

Für mich ist die Frage, ob es Spiegel gibt, die sowas vermeiden helfen. Die an die Brille zu klemmenden Spiegel aus dem Radsport sehen smart aus und versprechen sehr viel, allein, ich kann mich nicht daran gewöhnen, zumal die mir bekannten Dinger auch noch stark vibrieren und damit ein sehr unruhiges Bild geben.

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Re: Das kann kein Sportruderer gewesen sein!

Anonymer Verfasser (13. Jul. 2005, 12:20h)


Offenbar handelt es sich doch um ein Sportruderboot.

Siehe das Bild des Bootes:


Von 'der Gefahr aussetzen' kann schwer die Rede sein, beinhahe alle Kanalruderer begegnen öfter solchen Frachtschiffen, das ist nicht das Problem.
Nur muss allen ungesteuert rudernden wiederholt eingeschärft werden, die Übersicht zu behalten.

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Das kann kein Sportruderer gewesen sein!

Anonymer Verfasser (13. Jul. 2005, 11:40h)


Sicherlich handelte es sich hier um einen Freizeitkapitän, der sich das erste Mal auf dem Wasser aufgehalten hat. Ich kann mir nicht voestellen, dass sich ein Sportler dieser offensichtlichen Gefahr aussetzt.

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