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Woher kommen die Namen unserer Boote?

ruderruedi, 02. Jan. 2004, 10:29h ()


Nachdem vor längerer Zeit schon einmal mit der Erklärung des Bootsnamens „Agnes Pockels“ der Anfang gemacht wurde, soll hier nun von unserem ältesten noch benutzten Boot die Rede sein, dem C-Vierer „Präsident“.




Mit der Einweihung des Stadtbootshauses am 14.6.1953 begann ja nicht etwa erst wieder der Ruderbetrieb nach dem 2.Weltkrieg bei Normannia, vielmehr wurde schon ab 1950 im „Odin II“, einem B-Vierer (Klinkerboot, 7 Planken), den der Ruderverein Braunschweig beim Zusammenschluss mit Normannia aus seinem damaligen Bootsschuppen an der Uferstraße mitbrachte, fleißig trainiert. Auch Wanderfahrten wurden schon unternommen und 1952 fuhren darin zwei Mannschaften sogar Gig-Rennen auf den Herbstregatten in Bodenwerder und Hildesheim.

Nach und nach flossen nun bald auch Spendenmittel zur Beschaffung neuer, nach damaligem Standard moderner Boote. Worüber wir heute nur vor Neid erblassen können: Innerhalb weniger Monate bekam der Klub durch Veranlassung des Präsidenten des niedersächsischen Verwaltungsbezirks Braunschweig aus Fußballtotosteuergeldern einen Betrag, mit dem bei der Werft Karlisch und Sörensen in Mölln ein C-Vierer in Sperrholzbauweise in Auftrag gegeben werden konnte. Eine noch großzügigere Gemeinschaftsaktion einiger leitenden Direktoren der Firma MIAG, hauptsächlich die Herren Konsul Dr. Lerch, Marx (unser späterer 2. Vorsitzender), Rennau, Wilke und Dr. Gehle, brachte dann noch einmal soviel zusammen, dass ein weiterer baugleicher Vierer („Dr. Lerch“) und sogar ein Rennvierer m. St. („Direktor“) angeschafft werden konnten. Noch vor der Hauseinweihung wurde der Bootspark um zwei neue B-Doppelzweier („Braunschweig“ und „Luise“) und um einen schon recht alten, aber trotzdem beliebten A-Doppelzweier („Oker“; 6-Plankenboot) erweitert. So konnten den zahlreich erschienen Mitgliedern und Gästen bei der Bootshauseinweihung insgesamt sieben Boote und ein damals mehr oder weniger populärer Ruderbock („Schinderhannes“) präsentiert werden, von denen die fünf Neubauten getauft wurden, allen voran der „Präsident“. Heute gibt es außer ihm nur noch die „Luise“, benannt nach und getauft von Luise Euscher, der Frau des damals amtierenden Vorsitzenden.

Dass beide Boote über all die Jahre in solch hervorragendem Zustand gehalten werden konnten, ist das Verdienst unserer jeweiligen Bootswarte, in erster Linie aber dem derzeitigen Amtsinhaber, unserem Ehrenmitglied Günter Nowottnick. Dafür auch an dieser Stelle herzlichen Dank!
Ekbert Schollmeyer


 
 
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